Wie heute offiziell gemeldet wurde, ist das FCAS (Future Combat Air System) Geschichte. Das von Frankreich, Deutschland und Spanien geplante Kampflugzeug der nächsten Generation wird nicht realisiert, da sich die Partner nicht über die Ausgestaltung der Zusammenarbeit einigen konnten.
Das System sollte ein Kampfflugzeug der nächsten Generation entwickeln, dass über ein Netzwerk mit anderen Flugzeugen, Satelliten und Drohnen kommunizieren und diese steuern können sollte.

Während der Paris Air Show 2019 unterzeichneten die Verteidigungsministerinnen Frankreichs, Spaniens und Deutschlands, Florence Parly, Margarita Robles und Ursula von der Leyen noch gut gelaunt, Framework Arrangement für das Future Combat Air System und eine Vereinbarung über die bereits laufende Konzeptstudie für das New Generation Weapon System.

Seitdem gab es immer wieder Schwierigkeiten, die genauen Details der Zusammenarbeit festzulegen. Am Ende schienen die Interessen einfach zu unterschiedlich zu sein und eine Einigung war nicht möglich.
Damit folgt auch dieses Projekt dem Schicksal so vieler anderer Rüstungskooperationen, wie dem Eurofighter, der Eurodrohne, oder dem Kampfpanzerprojekt MBT-70. Wir werden sehen, was aus dem Main Ground Combat System oder ähnlichen europäischen, bzw. deutsch-französischen Projekten wird.
Die einzelnen Bestandteile des Systems werden aber, so hört man es, unabhängig von diesem Projekt weiterentwickelt. Netzwerke, Sensordatenfusion, Drohnentechnologien, die im Rahmen dieses Projektes bereits entwickelt wurden, werden also in anderer Form weiterentwickelt.